Okt

09

 

Der neu ausgemistete Käfig

Ich war heute herbstlich unterwegs, wie man sieht.
weiter…

Okt

09

 

Gestern Abend gegen halb elf klingelte es Sturm. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei uns in der WG mal klingelt, strebt eigentlich gegen null. Und wenn es mal klingelt, ist es irgendeiner vom Deutschen Roten Kreuz, der uns Geld abnehmen will. Deswegen war ich auch recht perlex. Und fürs DRK war’s echt auch schon wieder zu spät.

Beim ersten Rangehen an die Sprechanlage bekam ich keine Antwort. Fünf Minuten später klingelte es wieder. Wieder keine Rückmeldung an der Sprechanlage, aber als ich den Türöffner betätigte, hörte ich jemanden hochkommen. Nach einigen Minuten sah ich dann Mitbewohner S. im Treppenhaus, sich schwer ans Geländer lehnend, die Treppen hochschwanken. Als er mich anschaut und meinte „Hihihi! … Hihihihi! Die anderen … schie getrauen schich nich‘ hoch ..!“ war das die Bestätigung dafür, dass er stockbesoffen war. Aber so richtig. Ich fand’s irgendwie lustig. Vor allem, weil bei uns gerade der „Stern“ aufm Klo liegt, aufgeschlagen auf der Seite, auf der groß steht: „Deutsche saufen oft bis zum „Filmriss“!“ Hat er im Laufe des Abends bestimmt auch irgendwann mal gesehen, als er über der Kloschüssel hing.

Betrunkene soll man ja erst mal lassen. Und auf gar keinen Fall mit denen reden. Das ist das Schlimmste. Mach ich grundsätzlich nicht. Also ließ ich ihn erst mal. Mit lautem Rumpeln rumpelte er rumpelnd durch die halbe Wohnung und rumpelte alles um. Ich hatte Angst um das Aquarium. Die Fische schwimmen immer wie wild gegen die Scheibe, wenn sie sich unsicher fühlen.
Als ich wieder nach ihm schaute, war die Haustüre noch offen und auf dem Weg von der Tür bis zum Gang hat er seinen Schlüssel und ein Bifi verloren. Und seine Hose. Er lag halb ausgezogen auf dem Boden, kichernd und mit sich selbst redend. Unter dem Esstisch. Die Nacht war wohl auch nicht sonderlich angenehm, und das Klo schien sein bester Freund zu sein. (Ich fand’s schon immer schrecklich, immer Zimmer neben Klos zu haben! Irgendwann erkennt man die Leute nur noch, weil man weiß, wie es sich anhört, wenn die pinkeln. Ich WILL das nicht mehr!) Heute Morgen lag er jedenfalls laut schnarchend auf dem Sofa (von da aus ist der Weg zur Toilette nicht so weit).

Der hatte jetzt auch jede Menge Urlaub, und ich glaube, er hat nichts anderes gemacht, als sich permanent zuzukippen. Nun ja. Irgendwie muss man ja auch die Zeit rumbekommen und das Geld loswerden. :nixwiss

Okt

08

 

Mitbewohnerin P. ist wieder im Hause. Weil ich nicht wusste, um wie viel Uhr und wie lange sie das Bad morgens blockiert, habe ich am Vorabend schon mal alles, was ich so benötige und im Bad liegt, in mein Zimmer geschleppt. („Alles“ ist eigentlich nur meine Kontaktlinsenbox.)

Und mein Morgen war voll weiblich. Um halb acht morgens ging der Fön an. Der Fön. Um HALB ACHT. Da bin ich quasi noch im Tiefschlaf. (Das stimmt eigentlich gar nicht, weil ich meinen Wecker ab sieben im Neun-Minuten-Takt klingeln lasse, aber das ist was VÖLLIG anderes.) Dann habe ich eine Weile nichts mehr gehört, und kurz nach acht war das Bad frei. Als ich das Bad betrat, roch das ganze Bad nach Mädchen-Parfüm.

Aber lieber Mädchen-Parfüm von neuer Mitbewohnerin P. am Morgen als ungespülte Töpfe in der Küche von Ex-Mitbewohner F. am Abend.

Da muss man schon Kompromisse eingehen.

Okt

07

 

Vor kurzem …

Mama [15:19 Uhr] :Hilfe, wie krieg ich wieder farbe in meine adobe

… Ich wusste aber sofort, was sie meinte. -.-

In Untertürkheim zu wohnen ist manchmal von der Fahrsituation gar nicht mal so ideal. Abgesehen, dass es die favorisierte Strecke ist, auf der sich viele vor den Zug schmeißen, begleiten Dich je nach Saison VfB-Fans zwei Stationen vom Hauptbahnhof bis zum Neckarpark oder je nach Jahreszeit eben Besucher des Cannstatter Wasens oder Frühlingsfests eine Station vom Hauptbahnhof bis nach Cannstatt.

Ich wusste ja, dass es am Samstag ziemlich voll sein würde, weil momentan Cannstatter-Wasen-Zeit* ist, gleichzeitig war aber auch noch irgendwie ein Fußballspiel des VfB, also stand ich lustig gequetscht zwischen VfB- und Wasen-Menschen am Hauptbahnhof, und quetschte mich mit denen auch lustig in die S-Bahn. Das ist wahrlich die schlechteste Situation, die mir widerfahren kann.

Mein Weg nach Hause im schlechtesten Fall

Und der Rückweg ist noch viel schlimmer, weil da auch noch alle betrunken sind.

* Auf dem war ich gestern auch. Es war aber nicht wirklich erwähnenswert (abgesehen von meinen materiellen Errungenschaften, dem Essen und der Erkenntnis, dass Saskia überall aufs Klo gehen kann) auf Grund einer daily-soap-ähnlichen Streit-Szene am späteren Abend.