23. Dezember 2007

Zivilcourage

Immer öfters laufe ich in letzter Zeit einem Typ Menschen über den Weg: intolerant, respektlos und ignorant.

Das sind diese Art von Menschen, die ich meist nachts in der letzten Stadtbahn oder Bus nach Hause antreffe, meist auffindbar in Rudeln, die sich nie so benehmen, dass sie nicht auffallen: Laute Musik, dieser neumodische Deutsch-Türkisch-Slang, gegenseitiges Beleidigen, Phrasen, als hätten sie keine anderen Kommunikationsmöglichkeiten.

Oft wollen sie von der restlichen Menschheit überhaupt nichts wissen. Prügeln sich aus Spaß, beleidigen sich aus Spaß, ohne dass andere miteinbezogen werden. Dass das auf Dauer natürlich nervt, ist klar. Trotzdem überlegt man sich als „normaler“ Mensch schon zwei Mal, ob man diesen Typus darauf aufmerksam macht, wo denn seine Grenzen sind. Denn wer etwas sagt, hat oft ganz schnell ein blaues Auge.

Schlimmer sind die Leute, die wirklich auf Provokation aus sind. Die nicht „Spaß“ unter sich wollen, sondern andere Leute bewusst an ihre psychische Grenze treiben. Da kann es wirklich sehr, sehr schnell ernst werden. Man sagt ja, „man kann über alles reden“, was bei dieser Art Mensch aber definitiv NICHT zutrifft.

Gestern Abend war ich noch in Stuttgart. Um 3.33 Uhr fuhr der letzte Nachtbus.

Als der Bus schon eine Weile fuhr, zündeten sich drei Kerle, so um die zwanzig herum, ihre Kippen an. Anfangs sagte keiner noch was, ich schüttelte auch nur den Kopf. Etwas später war der Geruch so penetrant, dass zwei, drei Leute die Jungs baten, doch bitte ihre Kippen auszumachen und einer sich an den Busfahrer wandte, der durch eine Durchsage die Jungs bat, ihre Kippen auszumachen. Die Kippen machten sie letztendlich irgendwann aus, nur war der, der die Jungs als erstes bat, die Kippen auszumachen, das Opfer. Unglücklicherweise saß er auch quasi direkt neben dem Störenfried.

Er wurde angemacht. „Masch Du misch an, Du Mongo? Du Missgeburt! Was willsch Du? Du Fisch, Du! Ich geb Dir gleiche eine, Du Wichser!“ Die anderen ebenso. Bitten: hilflos. Man saß danach ebenso in der verbalen Schusslinie und wurde aufs Übelste beleidigt. Die Typen kamen gar nicht mehr runter. Waren total aggressiv, schrien herum. „Willsch du Dich prügeln? Komm, lass uns rausgehen, isch schlag Disch, dass Du nicht mehr gehen kannst!“

Als das alles noch verbal zuging, hielten sich die Mitfahrer im Bus zurück, aber als der Unruhestifter dem einen eine mitgab, mischten sich doch einige ein. Das Ganze artete aus. Der Freund des Geschlagenen mischte sich ein und bat den Raucher, seinen Kumpel doch bitte in Ruhe zu lassen. Sinnlos. Irgendwann waren alle so mit Wut aufgeladen, dass sie aufeinander einprügelten, und die anderen sich Mühe gaben, die beiden Gruppen auseinander zu halten. Immer wieder hauten sich alle gegenseitig in die Fresse.

Zwei Typen wurden mit Hilfe und einen Tritten einiger anderen letztendlich aus dem Bus geworfen. Der Dritte hatte etwas später noch Terz gemacht, einem ein blaues Auge geschlagen und dem anderen blutige Lippen.

Die Bullen kamen, Anzeigen wurden erstattet. Der, der die Randalierer kannte, hatte ihre Namen, so weit ich weiß, nicht genannt. Nur gemeint, er würde sie noch erkennen, wenn es darauf ankäme.

In solchen Situationen fühlt man sich doch recht hilflos. Soll man einschreiten? Soll man es lassen? Wie soll ich handeln? Was wäre passiert, hätte man die Typen gänzlich ignoriert? Sie die Kippen rauchen, den Typen psychisch fertig machen lassen. Wäre das besser gewesen? Wäre dann weniger passiert? Hätte sich alles gelegt? Oder hätten die dann bewusst irgendwann mal zugeschlagen? Was ist die perfekte Lösung?

Ich habe mir die Frage natürlich auch gestellt. Ich habe mich schon zwei Mal in ähnliche Situationen eingemischt, und jedes Mal derbe eine mitbekommen, und bin seitdem einfach sehr ängstlich und „gelähmt“, wenn sich eine Situationen in diese negative Richtung entwickelt. Es gibt vieles, das ich mir schon anhören durfte, als ich nachts mit der Stadtbahn nach Hause fuhr. Das kratzt einfach an der Persönlichkeit. Zugegeben überlege ich lange, bis ich mich einmische. Aber einfach wegschauen, wie jemand verprügelt wird, könnte ich nicht. Ich denke dabei dann aber nicht mehr: Ich handle aus Affekt. Ich bewundere alle, die so mutig sind, gleich etwas zu sagen, die sich gleich bewusst einmischen. Das ist Zivilcourage.

Ich bin froh, dass es gestern nicht so weit kommen musste, dass es genug gab, die zusammenhielten, einer, der anfing, etwas zu sagen, und somit der Mut, selber etwas zu sagen, größer war, als wenn man alleine gegen alle steht. Das hilft ungemein. Schade, dass oft keiner etwas sagt, und somit die Hemmschwelle für andere zu groß ist.

Ich frage mich einfach, warum so etwas passieren muss. Ob diese Menschen kein Gefühl für Recht haben, für den Schmerz, den sie anderen zufügen. Ob sie bewusst die Grenze überschreiten oder so von Wut erfüllt sind, dass sie blind vor Wut auf alles einprügeln, was sich ihnen in den Weg stellt.

Ich verstehe das einfach nicht.


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20 Reaktionen

Also, ehrlich gesagt, mir wäre meine Gesundheit wichter, als mich mit einer Gruppe Randalierer anzulegen, die mit Sicherheit betrunken waren und die vor nichts und niemand halt machen. Ich hab schon gesehen, wie man aussieht, wenn man sich einmischt. Und wenn du Pech hast, kommst noch wegen Körperverletzung dran. Das sind viele und du bist allein. Es ist eine unschöne Situation, in der man absolut hilflos ist

sowas find ich blöd: die frage welchen anlass man hat sich so daneben zu benehmen habe ich mir auch schon oft gestellt – unglaublich ist das.
aber ich finde da auch immer die schwierigkeit, wo kann man noch toleranz walten lassen und ab wann sollte man etwas sagen. ich persönlich neige dazu eher etwas zu sagen, wenn es mich stört, vorallem weil die konsequenzen hier sich in der regel in grenzen halten, da ich hier ja nicht in der großstadt bin und nicht so häufig solchen situationen ausgesetzt bin.

Sind schon miese Typen… mir ist es auch mal passiert: Ich war mit Freunden unterwegs und wir trafen auf einen Jungen, dessen Hand blutete. Seine „Freunde“ um ihn herum liefen nur panisch durcheinander und schrien: „Keine Polizei! Kein Krankenwagen!“ ich hatte grad den 1. Hilfe Kurs hinter mir und jemand hatte ein Auto mit Verbandskasten also boten ich und ein Kumpel unsere Hilfe an. Was danach kam war echt heftig! Wir wurden angeschrien wir sollten uns da raus halten und irgendso ne Tusse meinte so: „Solche wie dich kann ich leiden, immer nur sagen aber nichts machen“ Und ich nur so: „oO? Ich hab doch grad meine Hilfe angeboten“ Und dann gings los, das kam der Freund von der Ollen und schrie mich an, was ich seine Ische anmache, dann kam mein Freund und erklärte, dass ich überhaupt nichts gemacht hab. Und die waren so aggressiv, die wollten sich einfach nur prügeln, während der mit der blutigen Hand fast ohnmächtig wurde! Na ja, später kam ein „Schrank“ und hat uns höflich, aber bestimmt weggeschickt und den Typen haben sie ins Krankenhaus gefahren… solche Idioten!
Es ist immer heftig, wenn aus einem kleinen verbalen Etwas eine Massenschlägerei wird und man steht da und guckt zu und denkt: wtf? Wie ist das denn jetzt passiert?! Also sowas ist echt nur scheiße…
Ich bin auch eine derjenigen, die lieber die Klappe hält, sich innerlich aber aufregt und die bewundert, die dann was sagen können. Ich hab einfach zu viel Schiss heutzutage, dann sofort eine in die Fresse zu kriegen^^ Ich sag nur manchmal was, wenn ich mir sicher bin, dass diejenigen nicht gleich zuschlagen^^
CiAO Fr34k

Seit ich nach Stuttgart gezogen bin, seh ich sowas auch des oefteren. Wobei Stuttgart schon ziemlich sicher ist im gegensatz zu anderen Staedte. Aber ich kann auch nur sagen, dass es sich meistens nicht lohnt einzuschreiten. Erst wenns wirklich schlimm wird, wuerde ich mich einmischen. Ansonsten lieber die Affen, Affen sein lassen und dann gehen die meistens schon von alleine.

Traurig aber wahr das es soweit so oft kommen muss.

Ich muss sagen, das hat eindeutig die Gesellschaft und die Politik verkorkst. Nicht heute und nicht gestern, aber die letzten Jahrzehnte über. Ich bin so ein Mensch, der sich nicht einmischen würde, aber die Polizeit holen. Ich finde es ist einfach zu gefährlich geworden irgendwo dazwischen zu gehen. Man würd heute schon wegen einer Lapalie abgestochen. Da ich in berlin leben, lesen wir ja leider des öfteren von solchen Gewaltaten. Ich kann man mich erinnern, wo ein junger man erstoche wurde, weil er jemanden zur Rede gestellt hat, der Autos demoliert oder ein anderer wurde erstochen, weil er im Bus ausversehen beim rumschauen, die Freundin von jemanden angeschaut hat. Ich finde es einfach nur furchtbar und ich habe das Gefühl die Leute werden immer jünger und brutaler.

jeannie: Also, ehrlich gesagt, mir wäre meine Gesundheit wichter, als mich mit einer Gruppe Randalierer anzulegen,

Mir ist die Gesundheit anderer genauso wichtig, wie meine Eigene. Darum kann und will ich garnicht wegschauen. Als Frau würde ich sicher auch das Weite suchen. Der Codex, dass man eine Frau nicht schlägt gilt heute unter solchen Affen leider nicht mehr.

Wenn ich der Einzige in dieser Situation bin, würde ich wohl auch flitzen und die Polizei rufen. Nicht aber dann, wenn ich mir sicher bin, dass andere helfen. Leider schauen viel zu viele einfach weg.

Die Scheiße gestern hat mir aber mal wieder gezeigt, dass es doch noch einige andere gibt, auf die man sich in so einer Situation verlassen kann.

Jenny: „Masch Du misch an, Du Mongo? Du Missgeburt! Was willsch Du? Du Fisch, Du! Ich geb Dir gleiche eine, Du Wichser!“

Viel besser fand ich ja folgendes:

Er: Was willsch du, du Hurensohn?
Ich: Deine Mudder, Alder …
Er: BELEIDIGSCH DU MEINE MUDDER ODER WAS?

ESIB: und arg überfordert bei der Verwendung von Wörtern mit mehr als 3 Silben

:grinnod:

Ich bin mir auch nie sicher, was ich machen soll. Im Zweifel ist es immer gut, andere Leute zu bitten, dass sie einem helfen und dann beschwichtigend eingreifen. Aber es ist echt immer schwierig. Ich glaube übrigens nicht, dass es besser gewesen wäre, wenn man die „Jungs“ hätte rauchen lassen. Ich denke, dass die auf jeden Fall auf „Stress“ aus wahren. Find es aber schon wichtig, sich einfach schon mal Gedanken drüber zu machen.

Ich war noch nie in einer solchen Situation, ich kenne nur einen Polizei-Ratschlag: Das Opfer aus der Gefahr herausholen, aber mehr nicht, weil es sonst eskaliert. Deren Beleidigungen und Provokationen kann man im Bus nicht entgehen, also muss man es ignorieren und aushalten. Die Typen beschimpfen bringt auch nichts, das können die besser. Und schafft denen eine Rechtfertigung für alles.

Ich habe mir vorgenommen, solche Situationen zu verlassen, egal, ob das feige wirkt oder nicht. Gewinnen kann man da sowieso nichts, und mit Argumenten schon gar nicht.

Wenn natürlich schon einer bedroht wird, dann ist das alles nicht so einfach mit „mal eben gehen“, klar.

Zum Glück habe ich so etwas nicht erlebt. Dabei habe ich lange genug in Berlin gelebt. So gefährlich ist Berlin also auch nicht… Aber ich weiß nicht, was ich machen würde. Wirklich nicht.

Vor ein paar Wochen gar es in der Süddeutschen ein Interview dazu. Entspricht dem, was Marc schon gesagt hat. Opferschutz:

SZ: Angenommen, ich habe ein Unrecht erkannt und will etwas tun. Wie sieht eine ideale Intervention aus?

Jonas: Das hängt von der Situation ab. Allerdings gibt es für jedes Einschreiten eine sehr wichtige Faustregel: Immer opferorientiert und nie täterbezogen handeln. Also schützen statt konfrontieren.

Mehr Tipps im kompletten Interview.

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/849/146510/

Ich persönlich bin ja der Meinung, daß je größer eine Stadt, desto gestörter die bewohner sind. Es ist katastrophal wie viele menschen so wenig zu verlieren haben, daß sie dauernd Krieg anfangen müssen. Meines erachtens ist das alles eine Folge der Überbevölkerung und der degeneration der Spezies Mensch. Ein hoher Prozentsatz der menschen die da rumlaufen haben den kopf nur noch zum Mützetragen und das zum leidwesen aller anderen, denn in solchen Intelligenzbaracken ist Aggression der letzte überlebende Instinkt.
Wo ich lebe ist das Hauptproblem, daß diese Gestalten sich meistens nicht mehr nur mit Fäusten zufrieden geben, sondern passionierte Messerträger sind. Für mich sind Messer die widerlichsten Waffen überhaupt und ich habe mir (ich bin auch schon Zeuge ähnlicher Aktionen geworden) schon mehrfach überlegt mir einen Taser zuzulegen. Wer anstalten macht nach dem ohnehin übernervigen rumpöbeln handgreiflich zu werden wird gegrillt. Es läuft im Endeffekt darauf hinaus, daß man sich tatsächlich bewaffnen muss um in einer kollabierenden gesellschaft relativ unbeschadet über die runden zu kommen. Was ist das für eine Welt in der man ab 11 uhr abends in der Sbahn station Angst haben muss, in der Leute auf dem Unigelände abgestochen werden und Profs am helllichten Tage zum Laptop rausrücken gezwungen werden? Brave new World.

Die wollen doch nur Aufmerksamkeit, weil daheim sind sie ganz klein und lieb. Deswegen schüttel ich nur den Kopf!

Aber meine Kumpels und ich beleidigen uns Gegenseitig auch mal gern :D

Aber ehrlich: Ich mag sowas auch überhaupt nicht.

bogus trifft den Nagel auf den Kopf. Schließe mich zu 100% an.

[…] hab ich bei Jenny grade den Beitrag über Zivilcourage gelesen, bogus’ Kommentar mal so unterschrieben, und dann entdeck ich in der Sidebar dieses komische […]

Schlimmer Sache. Beim Kumpel endete sowas mit einer Stichverletzung im Krankenhaus :( Waren auch in einer Gruppe und standen an der Bushaltestelle, wo ein ausländischer Bürger betrunken die Mädelz anpöpelte. Anfang ignoriert, wurde dann doch irgendwas gesagt. Kumpel war dabei gar nicht betiligt, sondern stand nur in der Nähe, als er plötzlich was armes in der Bauchgegend spürte. Als er seine Hand anschaute war diese nur noch rot.

Was ich machen würde? Primär ignorieren, aber wenn es soweit kommen würde gäbe es kein zurück. Im Grunde sollte man heutzutage ein Selbstverteidigungskurs besuchen, aber gegen Waffen hilft der irgendwann auch nicht mehr. Ist aber auch immer Situationsabhängig und man kann sich leider nicht immer solchen Gruppierungen entziehen.

Schade das man solche Leute nicht gleich am nächsten Tag in ihr Heimatland abschieben darf. Was immer hilft, mal mit dem großen Bruder oder den Eltern zu reden, weil dann gibts richtig Druck für diese Leute.

[…] Jenny schreibt über Zivilcourage. Lesebefehl! […]

TiCar: Weil Du die meisten Prolls leider nach Deutschland abschieben müsstest. Ein Teufelskreis.

Ich glaube, wenn Du die von Dir gestellten Fragen zuverlässig und erschöpfend beantworten könntest, wärst Du ein sehr wohlhabender Mensch :-)

Denn die Asozialisierung eines guten Teils der Jugend in diesem Land ist eines der ernsthafteren demographischen Probleme, für die man bisher noch keine erfolgversprechenden Lösungskonzepte gefunden hat.

Dinge wie fehlender familiärer und sozialer Rückhalt, mangelnde Bildung, Perspektivlosigkeit (Stichwort: Jugendarbeitslosigkeit) oder fehlende gesellschaftliche Integration sind mit dieser Thematik eng verwoben.

Denn wer tagein tagaus von allen Seiten mitgeteilt bekommt, er gehöre zum Bodensatz der Gesellschaft und sei schlichtweg nirgendwo so recht erwünscht, der entwickelt irgendwann ein recht ansehnliches Gefühl der Minderwertigkeit.

Wer noch nie für eine Eins in Mathe einen Zehner von Oma bekommen hat, wer noch nie für ein gutes Zeugnis mit einem neuen Fahrrad oder so belohnt wurde, wer seine Erfolgserlebnisse also nicht aus Schule oder Beruf ziehen kann, sucht sich diese Erfolgserlebnisse eben woanders.

Sucht sie z.B. im Kreise seiner Freunde, wo er ernst genommen wird und für ‚Klatschen‘, ‚Messern‘, ‚Aufschlagen‘ und ‚Abziehen‘ die Anerkennung erntet, die ihm vorher verwehrt wurde.

Daher mangelt es auch an entsprechendem Unrechtsbewußtsein. Daß ‚Abziehen‘ schlichtweg einen Euphemismus für Raub oder räuberische Erpressung darstellt, wird gar nicht realisiert.

Ich möchte beleibe keine Lanze für gewalttätige Arschlöcher brechen, auch und gerade, weil ich erst kürzlich in eine ähnliche Situation geriet.

Ich wollte nur mal anmerken, daß Forderungen nach hartem Durchgreifen, nach Abschiebung und Zwangsmaßnahmen nach meiner Überzeugung am Kern des Problems vorbei gehen. Siehe z.B. die Gangkultur in den Großstädten der USA oder auch die brennenden Vorstädte in Frankreich.

Wie man dem Problem Herr werden könnte, weiß ich leider auch nicht. Ich glaube aber, daß Dinge wie Quartiersmanagement, Streetworking und (vor)schulische Förderprogramme ein lohnender erster Schritt wären.

[…] durch diesen Beitrag drüben bei Jenny, habe ich mal wieder meine Gedanken gesammelt und in Form eines Kommentars bei ihr […]

Danke für die vielen Kommentare und Schilderungen!

reis-: Immer opferorientiert und nie täterbezogen handeln. Also schützen statt konfrontieren.

Das ist die beste Lösung. So habe ich das noch gar nicht betrachtet, dass man eigentlich immer auf die Täter eingeht anstatt das Opfer zu schützen. Kurz und knackig formuliert, danke.

Bürgerliche Rechte reine Formsache…

Ideologische Vorarbeit für die Einrichtung von Konzentrationslagern auf deutschem Boden leistet Schäuble Vorbild Otto Depenheuer und Autor des reaktionären Werkes „Selbstbehauptung des Rechtsstaates“ in der „Welt“ vom 28. Dezember 2007: Das Prob…

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