Als Nichraucher hat man im Büro ja schon irgendwie schlechte Karten. Während die Raucher alle vierzig Minuten ihre Kippe qualmen, haben die Nichtraucher eigentlich keinen besonderen Grund, mal Pause zu machen.

Ich, als Nichtraucher, sehe das als Problem. Und ausgefuchst wie ich eben bin, habe ich mir natürlich eine tolle Taktik überlegt, wie man als Nichtraucher doch alle vierzig Minuten seine Pause berechtigt machen kann.

Die Lösung: die Toilette.

Morgens gegen neun Uhr, wenn ich die Agentur betrete, hole ich mir erst mal eine Flasche Apfelschorle. Die trink ich dann bis zum Mittag, hol mir dann wieder eine neue. Und wenn die alle ist, gibt’s noch einmal eine neue Flasche.
Das hat den Vorteil, dass man alle vierzig Minuten aufs Klo muss. Und so ein Drücken der Blase berechtigt so eine kleine Pause immer. Außerdem trinkt man genug, man stinkt danach nicht, man hat gesündere Zähne, eine ständig entleerte Blase und man wäscht sich regelmäßig die Hände. (Auf dem Klo find ich’s inzwischen richtig gemütlich. Richtig entspannend da zu pausieren.)

Mein persönlicher Nachteil ist nur, dass ich diese verdammte Apfelschorle nicht mehr sehen kann. Eistee wär mir auch irgendwie lieber, der treibt nämlich besser. Aber man kann ja nicht alles haben.

Letztendlich bleibt nur zu sagen: Diese Taktik ist schlichtweg genial. Ich bin so gut! Meine Güte. Wenn ich mich nicht hätte.

***

Pausen-Taktik

6. September 2007 um 19:26 Uhr

Ausbildung/Berufsschule

22

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22 Kommentare zu “Pausen-Taktik”

Pass fei‘ auf, dass dein Chef nicht dahinter kommt :P


Interesannte Taktik. Sollt ich mir aufschreiben :agree:


Ich versuche seit 3 Tagen den Knoblauchgeruch an meinen Händen mit exzessiven Klobesuchen abzubekommen (tolle Seife gibt’s da!) – die Schorlenmethode kenne ich übrigens auch, wobei ich mit Kaffee+Tee anfange ;)


Bier geht am besten durch…aber im Büro nicht gerne gesehen…;-)


Willkommen in der Arbeitswelt!


Arbeitest du schon 30 Jahre dort, dass du schon alle 40 Minuten eine Pause brauchst ;)


Würde es bei Dir als Nichtraucher (Finde ich toll!) nicht auch funktionieren, wenn Du aller 40 Minuten Pommes essen musst? :D


Jenny: Auf dem Klo find ich’s inzwischen richtig gemütlich. Richtig entspannend da zu pausieren.

:lol:

Aber den Gedankengang kenne ich. Also den, dass ja die Raucher viel öfter Pause machen und das irgendwie akzeptert ist. Hatte ich schon als Schüler drüber nachgedacht.


Wenn ich soviel Schorle trinken würde dann säße ich am Tag öfter als alle 40 Minuten auf dem Lokus, also rauch ich lieber hin und wieder mal eine wenn ich denn von der Kasse weg kann


@katharina:

Da gibs spezielle Seife.


Ach ja, wie wär’s, wenn du etwas abwechslungsreicher trinkst? Dann hängt’s dir nicht so zum Hals raus. Habt ihr keinen O-Saft in der Firma? O-Saft/-Schorle, A-Saft/-Schorle und Wasser kann man doch gut abwechselnd trinken und sich zum Klo treiben lassen. Und gesünder als Eistee ist es auch.


exakt die taktik habe ich auch benutzt während eines oberbeschissenen praktikums in einer werbeagentur. ich hab mir da dann das klofenster aufgemacht und die bienen im baum davor gezählt. darf garnicht mehr dran denken, wie ich da gelitten habe.
ansonsten: fang an zu rauchen.


Erinnert mich an mein Problem: bin Nichtraucherin und Nichtkaffeetrinkerin. Unser Klo find ich irgendwie auch net so gemütlich, auch wenn ich eine ähnliche Taktik verfolge – von wegen viel Trinken, Händewaschen, irgendein Grund mal vom Schreibtisch aufzustehen….

Ein Problem bleibt aber:
Rauchen und Kaffeetrinken ist einfach sozialer! Hast du dazu auch eine Idee? Um meine soziale Verwahrlosung in der Firma entgegen zu wirken?


@kalesco
Man kann ja auch was anderes trinken, wenn die anderen Kaffee trinken. Tee zum Beispiel.


Ja, oder Wasser. *g*
Ne is schon komisch wenn alle in die KaffeeTeeKüche wandern und man selbst holt sich ein Wässerchen. Oder es liegt an mir ;)


Daher hab ich Tee vorgeschlagen, da kommt das nicht so komisch wie bei Wasser. Tee ist Kaffee immerhin auch deutlich ähnlicher.


also …wenn dein chef hier mitliest is das aber garnicht gut für deine karriere :))
ansonsten viel erfolg bei deinem neustart …


Also meine Schwester schafft es auch ohne viel zu trinken, so oft auf Toilette zu müssen! :lol:

Bei mir sind Tee und Kaffee auf jeden Fall am drückendsten…


Meine Pausentaktik ist es keine zu machen. Ich glaube deine ist besser.


Raucher haben ihre Pausen wohlverdient.:
1. Durch ihren Zigarettenkonsum senken sie die Steuerbelastung für alle
2. Sie belasten nicht so das Rentenkonto


Nach der Logik dürften aber Besserverdiener auch mehr Pausen machen als Geringverdiener (zahlen mehr Steuern) und Männer mehr als Frauen (leben nicht so lange -> Rente) usw.

Außerdem interessiert es den Arbeitgeber doch nicht, wie viel Tabaksteuer seine Arbeitnehmer zahlen und wie lange sie die Rentenversicherung belasten. Den Arbeitgeber interessiert vor allem, wie produktiv sie sind. Ganz ehrlich, ich würde es mir als Arbeitgeber dreimal überlegen, ob ich nen Raucher einstelle. Der muss seine Raucherpausen erstmal wieder reinholen.


Helmüt: Pass fei‘ auf, dass dein Chef nicht dahinter kommt :P

Mein Chef ist Raucher.

Katharina: […] die Schorlenmethode kenne ich übrigens auch, wobei ich mit Kaffee+Tee anfange ;)

Ich bin ja kein Kaffee-Trinker, und Tee ist mir meist zu fad.

Yannick: Bier geht am besten durch…aber im Büro nicht gerne gesehen…;-)

Och. Hier trinkt man kurz vor Feierabend auch mal ein Bierchen.

André: Arbeitest du schon 30 Jahre dort, dass du schon alle 40 Minuten eine Pause brauchst ;)

Gefühlte dreißig Jahre.

Daniel: Würde es bei Dir als Nichtraucher (Finde ich toll!) nicht auch funktionieren, wenn Du aller 40 Minuten Pommes essen musst? :D

Zu teuer. :no:

Henning: Hatte ich schon als Schüler drüber nachgedacht.

Uuuuuuuuhh.

Henning: Ach ja, wie wär’s, wenn du etwas abwechslungsreicher trinkst?

Hm. Apfelsaftschorle und Wasser ist im Angebot. Und ich mag Wasser nicht.

Henning: Und gesünder als Eistee ist es auch.

Gesund … wayne. oO

kalesco: Rauchen und Kaffeetrinken ist einfach sozialer! Hast du dazu auch eine Idee? Um meine soziale Verwahrlosung in der Firma entgegen zu wirken?

Ist bei mir auch so! Meist gesell ich mich mal zu den Rauchern (da drin rauchen so gut wie alle!) und tu was um später mal früher zu sterben. :mrgreen:

Henning: Ganz ehrlich, ich würde es mir als Arbeitgeber dreimal überlegen, ob ich nen Raucher einstelle. Der muss seine Raucherpausen erstmal wieder reinholen.

Also bei uns sind es fast nur Raucher. Und die machen ihre Arbeit so wie jeder andere auch. Hier gibt’s Deadlines, und die müssen eingehalten werden. Wird da einer nicht fertig, muss er eben Überstunden machen, Raucher oder nicht.


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