Jun

20

DV-Abi

Abgelegt in Retrospektive, Schule
15 Meinungen

 

Hallo, Freunde der Sonne! Ich bin wieder hier. Meine alte Muse ist kurzfristig ausgewandert, und ich musste mir erstmal wieder eine neue besorgen. Habe auch extra drauf geachtet, dass sie nicht zu aufmüpfig ist und sie nur für alle Fälle mit Handschellen an meine Heizung gekettet. Das ist gleichzeitig ganz schön praktisch, dann wird’s da nicht mehr so schnell staubig.

Wo ging also die Party die letzten Tage? In allererster Linie im Computerraum unserer Schule. Weil da die Prüfer saßen, die mich auf mein gigantisches Wissen im Fach Datenverarbeitung prüften. Aber erst saß ich im Vorbereitungsraum, um mir mal meine Aufgaben anzuschauen. Hab mich da schon gefreut wie ’n Schnitzel, weil das Ganze zu dreiviertel aus theoretischen Fragen bestand. Außerdem lag mir mein Menü vom Mc Donald’s, das ich noch um kurz nach neun am Morgen gegessen hatte, relativ schwer im Magen. Und die Pommes, die ich nicht schaffte und noch in der Tüte in meiner Schultasche lagen, rochen verdächtig und spornten mich (ausnahmsweise) nicht gerade zu Höchstleistungen an.
Nach zwanzigminütigem Philosophieren über referenzielle Integrität wurde ich in den Prüfungsraum geholt, durfte zwanzig Minuten lang an fünf Zeilen Code herumprogrammieren und wurde höchst theoretisch befragt zum Thema Datenbanken. Ich habe versucht, mein Wissen herauszukramen, das ich mir vor knapp drei Jahren in Klasse 11 zu Datenbanken/Access angeeignet habe (neben tollen wissenswerten Sachen zu Word und Excel), aber es ist mir nicht gelungen.
Ich fand ja, dass die Prüfer dort überhaupt nichts von Fragestellung verstanden. Ich habe mich immer wieder tief im Innern gefragt, was die eigentlich von mir wollen. Hab am Anfang an meinem Verständnis gezweifelt, hab dann aber im Endeffekt einfach beschlossen, dass die älteren Herren einfach zu sehr in Schleifen, Arrays und im Binärcode denken.

Bevor ich nach der Verkündung der Note wieder ging, bekam ich noch Schimpfe von meinem DV-Lehrer, weil die Fehlzeiten nicht so vertretbar waren. In Gedanken empfahl ich ihm, mal eine neue Version von Visual Basic abzuchecken und ’nen Kurs als Update zum heutigen Standard der Programmiersprache zu machen. Mit der Software Visual Basic 6 von 1998 ist das Programmieren meiner Meinung nach nicht wirklich zukunftsnah. :kls

Letztendlich war ich froh, die nächsten Tage nichts mehr programmieren zu müssen. Deshalb habe ich mit größter Euphorie die Kiste einfach mal ausgelassen und den ganzen Nachmittag einfach nur geschlafen, ohne vorher mein Bett als Erholung deklarieren zu wollen.


Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 14:41 Uhr veröffentlicht und wurde unter Retrospektive, Schule abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

15 Reaktionen

Marcel2
um 14:54

Visual Basic 6, lol des hatte ich auch mal. Naja, willkommen zurück. Aber hast nicht viel verpasst, kannst also weiter pennen. Vielleicht in der Sahara-Hitze ;)

Marcel
um 16:47

Ich finde es unmöglich, daß VB überhaupt noch gelehrt wird. Ich kenne keine Firma, die das noch ernsthaft benutzt. C# oder C++ ist da wohl eher Standard. Allein, weil man aufgrund von C relativ leicht auf PHP oder Java umsteigen kann oder weil gerade in echten IT-Buden eh nur noch mit Linux gearbeitet wird, ist VB meiner Meinung nach Weltfremd.

Und als Datenbank ist MS-Access auch nicht wirklich sinnvoll. Nicht, weil ich MS nicht mag aber weil Access zuviele Dinge nicht so macht, wie richtige Datenbanken. SQL zum Beispiel ist unter Access eine Zumutung.

Wenn ich was zu sagen hätte, müssten alle Java, C, SQL, XML, XSLT und evtl noch PHP/Perl lernen. Die letzteren allerdings nur freiwillig, weil wenn man C kann, kann man auch PHP sehr schnell.

Romy
um 17:17

Und was hast du jetzt als Note bekommen??

Heiko
um 17:19

@Marcel: Naja, wenn nur kleine IT-Buden echte sind, dann vielleicht – in den größeren Firmen/IT-Abteilungen findest Du ein munteres Durcheinander von Linux/Windows/Unix und Anwendungen von VB über Java bis runter zu Foxpro und sogar COBOL – alles schön gewachsen und verwachsen. Insgesamt ist das Know-How halt abhängig vom Einsatz. Administratoren sollten beispielsweise niemals ohne bash- und Posix-Shell-Kenntnisse vorkommen, Anwendungsprogrammierer niemals ohne C-Basics und eine Hochsprache (Java, C# oder meinetwegen C++). Bei Interpretersprachen ist es Geschmackssache – ob jetzt PHP/Perl/Ruby oder Python – wenn man’s beherrscht, kann man viel mit treiben – wenn nicht, dann eben nicht.

Der Durchschnitts-Informatiker greift eh jede Sprache in ein paar Stunden auf – schließlich sind sie im Endeffekt eh alle gleich, bis auf die Vokabeln (Abgesehen von völlig anderen Ansätzen, wie PROLOG beispielsweise)

Alex
um 17:27

Jenny: Hallo, Freunde der Sonne!

Das sagt eine Freundin aus meiner Klasse immer. Hab grad einen Schreck bekommen und dachte fast, sie hätte den Text verfasst. :lol: Verrückt. :wow:

Hauptsache es liegt hinter Dir… Du kannst Dich schon langsam auf die schöne Zeit Deines Lebens vorbereiten! Die nächsten 5-6 Jahre werden großartig… von danach erzähl ich mal lieber noch nix.
PS: Viel Spaß auf Deinem Abi-Ball!

simon
um 20:36

Üä. Coding. Ein Grauß. Ich hab heute Abschlusszeugnis bekommen, und in Softwareentwicklung überraschend gut abgeschnitten. Wir haben hauptsächlich Java in Eclipse programmiert, die Hölle. Eclipse kommt aus der Hölle!

Und was hast du jetzt als Note bekommen??

Würde mich auch mal interessieren. :-)

Ansonsten alles Gute, Jenny. Das mit dem Pennen ist übrigens ’ne gute Idee; das könnte ich morgen eigentlich auch mal wieder machen… ;-)

jeannie
um 22:19

dann mach dich mal fit für den abiball

bogus
um 22:31

programmieren ist anti-design

Henning
um 00:00

Du hast vorher Pommes gegessen? Gilt das nicht als Doping?

Ich werde morgen weitermachen mit meiner Seminararbeit Qualitätscontrolling in der Softwareentwicklung im Bereich Web. Passt ganz gut zu der Prüfung.

@Marcel
Bei uns an der Uni wird Ada95 benutzt mit der Begründung, dass das keiner kennt und alle gleiche Voraussetzungen haben.

Marc
um 09:13

@Henning: Das ist doch kein Doping.

:kls So wie viele Schwimm- und Radsportler leider, leider unter Asthma leiden (dann darf man lungenweitende Beta-Mimetika und entzündungshemmende Kortikosteroide einnehmen) oder eine hormoneinnahme legalisierende Tumortherapie (Lance Armstrong) hinter sich haben, hat Jenny eine PF-Fettsäuren-Defizienz.

Und die kann man nur mit Pommes Frites im Schach halten.
8)

Henning
um 12:11

Ich bin mir ganz sicher, dass Jenny Pommes als Aufputschmittel benutzt. So, jetzt ist es raus.

Jenny
um 12:27

Marcel²: Vielleicht in der Sahara-Hitze ;)

Also bei mir gewittert’s seit gestern um zwölf bis jetzt noch. Warm nenn ich das hier mal nicht.

Marcel: Ich finde es unmöglich, daß VB überhaupt noch gelehrt wird.

Dass das hier gelehrt wird liegt daran, dass DV in Klasse 12 noch Pflicht ist und die allermeisten noch nie etwas programmiert haben. Und da VB eine relativ einfache Sprache ist, lernt man das hier.

Romy: Und was hast du jetzt als Note bekommen??

Quetschke: Würde mich auch mal interessieren. :-)

Top secret. Weil das ist peinlich. Aber über die „Acht Punkte“-Marke ging’s hinaus. :liaf

Tobiwabohu: Die nächsten 5-6 Jahre werden großartig…

Und teuer. :liaf

Tobiwabohu: PS: Viel Spaß auf Deinem Abi-Ball!

Danke. Ich hoffe, es regnet nicht.

Quetschke: Das mit dem Pennen ist übrigens ’ne gute Idee; das könnte ich morgen eigentlich auch mal wieder machen… ;-)

Gesegnet seien die Ferien.

jeannie: dann mach dich mal fit für den abiball

Aber hallo. Jeden Tag ’ne Stunde Yoga.

bogus: programmieren ist anti-design

Ohne Programmierung wär Dein Blog ein Nichts.

Henning: Du hast vorher Pommes gegessen? Gilt das nicht als Doping?

Nach zwei Jahren gesteh ich es der Presse.

Marc: […] hat Jenny eine PF-Fettsäuren-Defizienz.

:lol:

Marc: Und die kann man nur mit Pommes Frites im Schach halten.

Gestern gab’s Wellenpommes gegen 0.45 Uhr. :freu

[…] mir sonst nur nach LANs und dann immerhin länger). Naja, aber der ganze Nachmittag war’s dann doch nicht. Abgelegt in Real-LifeGeschrieben von Tobias Trackback   Post verbreiten […]

Einen Kommentar schreiben

Name (erforderlich):

Mail (erforderlich)(wird nicht veröffentlicht):

Webseite: