12. Februar 2007

Fotosynthese? Immunsystem? Ab heute total egal

Heute habe ich meine allerletzte Bioklausur geschrieben. Und aufgrund dieses äußerst feierlichen Anlasses, dachte ich mir, dass ich das diesmal auch lerne, um auch mal eine „gute“ Bioklausur zu schreiben.

Das fiel auch nicht sooo schwer, weil das Thema recht einfach war. Und so ging ich heute, was die Klausur betraf, sehr enthusiastisch an diese heran. Gut, die letzten Aufgaben, die ich nicht so richtig beantworten konnte… da wurde halt etwas herumgeschwallt:

Frage: Wie kann man verhindern, dass eine neue Niere vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und abgestoßen wird?
Antwort: Die Niere könnte den Antikörpern1 dafür einfach Geld bezahlen.

Ja gut, da muss man halt mal tolerant sein als Lehrer, schließlich war ich durch diesen ganzen Stoff und die vielen Fremdwörter (Lysosom, Lymphozyten, Myoglobin, und so weiter) plötzlich total kreativ geworden. Echt mal. In Deutsch ist das genauso: ein Fremdwort, und ich produziere einen ideenreichen Gedanken nach dem anderen.

Mein Lehrer sperrte seine Glotzböbbel auch ganz schön weit auf, als er sah, dass ich ihm drei voll geschriebene (vorne und hinten!) DIN A4-Seiten übergab. Ich glaube immer noch, dass er übertrieb als er sagte: „So viel, wie Du heute geschrieben hast, hast Du insgesamt in den letzten paar Bioarbeiten geschrieben – in eineinhalb Jahren.“

Und ja, ich habe gesagt, ich verbrenne den Bio-Ordner nach der letzten Arbeit (Abbau des Frusts oder so). Aber da steckt so viel Liebe drin, dass ich das inzwischen gar nicht mehr will. Also Liebe in Form von sehr viel Schneide- und Kleberarbeit, beziehungsweise Flüssigfarbe aus der Tube (wenn ich den Kleb mal nicht gefunden habe) um die Bilder einzukleben. Nicht Liebe zum Fach selbst. Um Gottes Willen.

Bin jedenfalls mal gespannt, was dabei herauskommt. Ich hoffe mal besser als 4,3 Punkte, das ist nämlich mein bisheriger Bio-Zeugnis-Schnitt von allen drei Halbjahren Biologie. Das wär mal was.


  1. dienen zur Abwehr der Fremdstoffe

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11 Reaktionen

was ist die korrekte antwort auf die frage?
ich dachte das ist bis heute das große problem bei der organtransplantation, die mögliche abstoßung. dagegen gibt es zwar mittel die die abstoßung unterdrücken, aber dadurch wird ja nicht verhindert dass die niere als fremdkörper erkannt wird, sondern nur zeitlich begrenzt die gegenreaktion unterdrückt. deshalb muss man die medikamente auch solange genommen werden wie man das fremde organ besitzt.
wenn dein lehrer eine tolle methode dafür kennt die einmal und für immer wirkt bekommt er vielleicht den biologie nobelpreis dafür(?)

–reh–

@reh
Das ist doch der Trick. Der Lehrer hofft, dass irgendein Schüler da ne Methode hinschreibt und kassiert dann den Bio-Novelpreis.

@ Henning: Das heißt Nobelpreis! ;-) Und es gibt keinen für Biologie. Aber dafür kriegt er dann halt einen für Medizin oder Physiologie.

okok, ich habs mit medizin verwechselt. dann einen crafoord preis.

@henning: nuja, an universitäten funktioniert sowas ;)

–reh–

reh: was ist die korrekte antwort auf die frage?

So genau wusste ich das auch nicht, hatten wir auch so weit ich weiß nicht aufgeschrieben, nur besprochen im Unterricht, und da weiß ich die Antwort auch nicht mehr.
Meine Antwort war so: Da die körpereigenen Zellen alle MHC-Proteine gebunden haben, und Fremdstoffe, die diese nicht besitzen, abgestoßen werden, könnte man dieses Protein an den Fremdstoff pappen. Es wird nicht als Femdstoff erkannt und tadaaa, alles fein. Ist aber bei z.B. Schönheits-OPs mit Silikon wohl schwerer, da kein Gewebe und so. Bei Organen weiß ich auch nicht, ob das funzt. War mal so ’ne Idee.

reh: wenn dein lehrer eine tolle methode dafür kennt die einmal und für immer wirkt bekommt er vielleicht den biologie nobelpreis dafür(?)

Für immer? Ob die Frage auf für immer bezogen war, weiß ich nicht.

Henning: Das ist doch der Trick. Der Lehrer hofft, dass irgendein Schüler da ne Methode hinschreibt und kassiert dann den Bio-Novelpreis.

Pass auf bis mein Lehrer durch meine Methode in den Nachrichten kommt wie er den Preis abstaubt.

@reh
Ja, genau daher kam ja auch mein Gedanke.

@doro
Uuups, vertippt… und dass es da keinen gibt: Na, dann arbeite mal dran. :-)

Also ich hätte da gesagt, dass man die richtige Niere nimmt, also eine die auch passt. Das verhindert zwar nicht die Abstoßung, aber verringert die Gefahr.
Achso bevor es untergeht, ich gratuliere, nun hast Du es also hinter Dir, keine Bioklausur mehr, super.

Bio … nicht gerade mein Lieblingsfach. Aber 4 Punkte, das ist schon übel :)

Mal sehen obs dieses Mal besser wird

Bio?

Männlein und Weiblein ergeben Babylein :)

wozu braucht Mann denn eine neue Niere. Wenn man die alte immer schon mit Bier spült und nicht zuviel harte Sachen drauf giesst hält die doch ein Leben lang

Man könnte auch parallel eine Leber transplantieren. Interessanterweise hemmt dieser „Leber-Effekt“ Abstoßungsreaktionen. Oder man gibt Immunsupressiva wie Cyclosporin A.

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