So kann ich nicht arbeiten! II
Mathebücher sind absolute Loser, wenn es darum geht, möglichst realitätsnahe Aufgaben zu stellen. Im Mathebuch in der elften Klasse hatten wir Schulklassen mit Mädels, die alle um die 1,70 Meter groß waren, plus minus 50 Kilogramm auf die Waage gebracht haben und einen durchschnittlichen BMI von 17,83 hatten (Mathebücher fördern Schlankheitswahn!) – wo ist denn so was gang und gäbe? Erst vor einiger Zeit gabe es eine klasse Aufgabe mit braunen Gummibärchen (Mathebücher sind farbenlind!) und jetzt auch noch das:
Als würden Kinder so etwas machen. Haben die sonst kein Spielzeug?
Schule
12 Reaktionen
Hey…die Aufgabe war toll und jetzt tu mal net so rum…
Nur weil ihr keine Graten hatte kontest du nie Blumendekoration durchn den Garten ziehen…
Ist doch mal ne nette Aufgabe *fg*
Hab‘ ich schon erwähnt, dass ich meine damalige Schule wegen Mathe abgebrochen habe? *ggg* Mathe ist doof 
Die bringen die Kinder auf dumme Ideen. Tststs!
Denkt bitte einer auch mal an die arme Blume, die hier in zwei Richtungen gezerrt wird. Danke 
Du machst mir Angst… Irgendwie will ich jetzt schon nächstes Jahr kein Mathe haben.
manager wird man nur, wenn man das hinnimmt
jenny: BMI von 17,83
… bekomm ich in meinem Alter nicht mehr hin. Die Zeiten sind vorbei 
Ich weiß ja auch nicht, warum diese Lehrbuchautoren nicht kapieren, dass sich Nichtmathematiker oder -physiker von diesen Alltagsaufgaben verarscht vorkommt. Die Konstellationen, die die sich ausdenken, benötigen selten Mathe, weil man es durch probieren schneller hinbekommt.
Vielleicht müssen die die Aufgaben anderes stellen und besser begründen warum das jetzt berechnet werden muss.
Beispiel: Wozu der Satz des Pythagoras gut ist: Als ich meinen Ikea-Schrank bestellen wollte, musste ich ausrechnen, ob ich den Schrank am Boden zusammen bauen und dann durch Kippen noch unterhalb der Decke in die Senkrechte bringen konnte.
Das bedeutet aber, dass man die Aufgabe etwas umständlicher – Schrank bestellen – stellen muss. Und berücksichtigen, dass Kinder keine Schränke bestellen, sondern deren Eltern. Und dass sie das machen, um Geld zu sparen etc.
Klar, in Ur-Großmutters Deutschschulbuch stand, dass man Namen wie Eva nicht zu vergeben habe, im Mathebuch wurden Panzer addiert und so weiter. Vor einigen Jahren las ich in einem Buch einer Freundin, die sich in der Ausbildung zur Arzthelferin befand, einen Beisatz einer Aufgabe wie:“Tina und Aysche, die stets auf ein gepflegtes Äußeres achten,…“ selbst hier werden mehrere Dinge suggeriert. Da passt deine BMI-Aufgabe bestens ins Schema.
Jenny, du hast mir doch mal diesen tollen BMI-Rechner geschickt… fällt mir da ein…
Und: scheiß Blumentopf 
reh: hier kann man eine tolle ausrede gebrauchen: das war bestimmt ein physiker.
Könnte sein. Einer der Autoren ist Diplom-Physiker.
Jöner: Nur weil ihr keine Graten hatte kontest du nie Blumendekoration durchn den Garten ziehen…
Irgendwie muss ich dieses Kindheitstrauma doch verarbeiten…
Dominic: Mathe ist doof
![]()
Seit ich aufm WG bin ist Mathe nicht mehr doof.
Christiane: Denkt bitte einer auch mal an die arme Blume, die hier in zwei Richtungen gezerrt wird. Danke
![]()
Immerhin gab’s hier keine Versuchstiere.
Marc: Ich weiß ja auch nicht, warum diese Lehrbuchautoren nicht kapieren, dass sich Nichtmathematiker oder -physiker von diesen Alltagsaufgaben verarscht vorkommt.
Ich glaube, darüber zerbrechen die sich nicht so die Köpfe. Hauptsache halt was zum Rechnen. Oder ja, halt Faulheit.
Helmüt: Jenny, du hast mir doch mal diesen tollen BMI-Rechner geschickt… fällt mir da ein…
Richtig. Vor zig Jahren mal. 


hier kann man eine tolle ausrede gebrauchen: das war bestimmt ein physiker.
mathematiker interessieren kräfte nämlich nicht, das ist reiner physik quatsch. zudem kommen nur physiker auf so geniale ideen reibung komplett zu vernachlässigen. in dem bild schön zu sehen. die kraft die die beiden kinder aufwenden müssen um so einen blumenkübel über den rasen (!) zu ziehen dürfte wohl irgendwo im bereich doppelt-dreifach liegen, sofern er nicht gleich runterfällt.
–reh–