12. Oktober 2006

Lustige Bastelstunden in Bio

Es gibt Fächer, die selbst 13er gefühlsmäßig zurück in die erste Klasse versetzen können. Heute: Lustige Bastelstunden in Bio.

Ja, die zwei Stunden waren eigentlich ziemlich überflüssig. Unser Biolehrer meinte, dass es doch total lustig sein würde, wenn wir heute ein paar tolle Versuche machen könnten. Gut, der Vorteil bei so Sachen ist ja, dass man da relativ wenig denken muss, man nebenher ein nettes Schwätzle halten kann und dass die Zeit ganz schnell vorbei geht. Der Nachteil ist, dass das nicht Bestandteil unserer nächsten Klausur ist, deshalb total überflüssig ist.

Der Versuch an sich war echt Arbeit für Doofe. Eine Pflanze, eine Wasserpest, in ein Reagenzglas packen, dann Wasser hinzufügen, mit einer Lampe schön anleuchten, drei Minuten warten, und dann die aufsteigenden Bläschen, die die Pflanze produziert, zählen. Und das zehn Minuten lang. Mit fünf verschiedenen Arten von Wassern. Und dann das Ganze in ein Koordinatensystem übertragen. Das war echt mal eine dämliche Aufgabe, die Marina aus unserer Gruppe ganz klar freiwillig übernommen hat. Die Gute. Ich war immerhin so überaus freundlich, das Reagenzglas mit Wasser aufzufüllen, schließlich möchte man ja den Luftbläschenzähler seelisch unterstützen.
Wenn ich mal kein Wasser geholt habe, habe ich gegessen. Insgesamt habe ich aus Langeweile zwei Haselnuss- und einen überaus widerlichen Cranberries-Müsliriegel verspeist, nicht zu vergessen den Rest meiner Käselaugenstange (die ich schon fast ganz aufgegessen hatte, bevor ich überhaupt an der Schule war). Ja. Diese zwei Stunden waren geprägt von Spannung, großem Interesse an der Wasserpest und einem überaus (sauberen?) Aufschrieb. Der morgen wahrscheinlich irgendwo im Müll landen wird.

Das Ganze hatte dann irgendwas mit Fotosynthesen-Rate zu tun. Ich habe mich ja anfangs echt gefreut, dass wir jetzt endlich mal was anderes in Bio als Genetik machen, aber so Pflanzenzeugs ist auch nicht unbedingt der Burner. Na ja. Was soll man machen. Kann ja nicht alles interessant sein.


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17 Reaktionen

Wir durften nie mit Wasser spielen, erst recht nicht mit irgendwelchen Pestpflanzen. :-(
Das Rot gefällt mir im Aufschrieb, dass gibt dem Ganzen das besondere Etwas.

Sehr schönes Köpfchen rechts unten. :yes:

Ich weiß schon, warum ich Bio dankbar abgewählt habe.

Sieht aber gut aus, was du da gemacht hast, vor allem das Köpfchen.

Welche Farbe ist was für Wasser? Ich kann das nicht lesen.

Alles klar und was in der 13.Klasse???

Na dann freue ich mich aber auf mein letztes Jahr :P

Der Mädchenkopf gefällt mir. Sehr schön.

Nur schade, dass die Achsen vom Diagramm nicht beschriftet sind.
Ich nehm‘ mal an:
X-Achse: Zeit in Minuten
Y-Achse: Anzahl der Bläschen (jeweils für die aktuelle Minute)

doerfler: Das Rot gefällt mir im Aufschrieb, dass gibt dem Ganzen das besondere Etwas.

Das ist wohl auch das Schönste an dem Ganzen. *hust*

Christin: Ich weiß schon, warum ich Bio dankbar abgewählt habe.

Physik, Chemie und Bio schenken sich nix. Das ist doch alles blöde. Von dem her… Leider ist gerade ziemlich viel Chemie dabei. Warum habe ich das eigentlich abgewählt, damit ich das jetzt in Bio habe?

Christin: Welche Farbe ist was für Wasser? Ich kann das nicht lesen.

Orange = Hahnenwasser. Grün = Destilliertes Wasser. Rot = kohlensäurehaltiges Wasser. Blau = Hahnenwasser (mit Papier ums Glas, damit’s dunkel ist) und das letzte, gelb, ist kaltes Wasser (mit Eiswürfeln abgekühlt).

Alex: Na dann freue ich mich aber auf mein letztes Jahr P

Viel Spaß. :yes:

Dominic: Nur schade, dass die Achsen vom Diagramm nicht beschriftet sind.

Der Mathematiker, hm? Ja, richtig gedacht. :)

Und danke.

Und in welcher der getesteten Flüssigkeiten war die Fotosynthesen-Rate am höchsten?

Ich musst mir heute vier Stunden anhören, welche verschiedenen Arten RAM (flüchtiger Speicher) und ROM (nicht flüchtiger Speicher) es gibt (ROM, PROM, EPROM, EEPROM, FLASH, SRAM, DRAM) und wie diese funktionieren.

Ich sag nur: Floating-Gate!

Den Versuch kenne ich… *schnarch* Da hat mir Genetik deutlich besser gefallen. :)

Hm, alles so Versuche, bei denen keine großen Überraschungen drin sind. Skripte nachkochen bei denen man weiß was rauskommt haben meiner Meinung nach nichts mit naturwissenschaftlichen Unterricht zu tun tun. Jedenfalls nicht bei erwachsenen Schülern. Sinnvoller sind für mich Versuche, bei denen Dinge rauskommen, die auch der Lehrer nicht vorher weiß. Dann hat man nämlich Ergebnisse, die man tatsächlich interprtieren und diskutieren kann.

Ok, anspruchsvoll, und wen es nicht interessiert, dem bringt es genau so wenig wie das Skriptabkochen. Aber man sieht mal was Wissenschaft ausmacht. Und das Protokollführen nicht das Abhaken einer Liste ist, sondern schriftliches Fixieren der Handlungen ist, die man tatsächlich gemacht hat. Denn es hilft bei der Fehlersuche.

Und vielleicht zeigt dass dann, dass es keinen Spaß macht. Bevor man es studiert und so vier Semester verbrät.

hach, biologie, ist ja auch so eine sache. ich fehle da auch öfters, mei, sonen scheiß gebe ich mir nicht gerne nach der doppelstunde mathe die davor mich schon gequält hat. meine güte, ich habe deutsch und kunst lk und habe 4 sprachen gelernt, mein schwerpunkt liegt also definitiv nicht bei mathe und bio. :D leider pflicht, für mich ehr malstunden, habe mir sogar nen miniblock gekauft für die fächer, damit ich meine skizzen in ruhe machen kann, naja, der bewertet nur nie die skizzen, ich glaube der hat was gegen mich oder so, arsch. :D lol

naja, bio ist sowieso nur zum essen, trinken und malen da. aber wie heißt es immer so schön: in den werkräumen, müssen essen, trinken und jacken draußen bleiben, weil brandgefahr und ätzende säuren den raum ja belagern könnten. schmarn! in bio?! lol, never, noch nie gesehen. ^^

Bio war immer mein liebstes Fach… auch wenn ich wegen der anderen Fächer meist nie da war *g*
Aber so tolle Versuche haben wir nie gemacht, das gabs dann nur in Chemie… das habe ich allerdings abgewählt, weil 2x die Lehrerin wäre – trotz der fachlichen Kompetenz und dem geilen Humor – schrecklich (schwere Klausuren, uffda *g*)

@Daniel: Ürgs… hab ich schon hinter mir.

Ist das Ding links unten ein Tiefschutz oder ein String?

Du: Der Nachteil ist, dass das nicht Bestandteil unserer nächsten Klausur ist, deshalb total überflüssig ist.

Der didaktische GAU – großartig.

Matthias: Und in welcher der getesteten Flüssigkeiten war die Fotosynthesen-Rate am höchsten?

Bei dem Wasser mit der Kohlensäure, siehe rote Kurve. :)

marcc: Sinnvoller sind für mich Versuche, bei denen Dinge rauskommen, die auch der Lehrer nicht vorher weiß.

Ich find’s komisch, wenn der Lehrer nicht weiß, was dabei herauskommt. Schließlich machen wir die Versuche für uns, um nachher darüber zu diskutieren. Der Lehrer sollte meiner Meinung nach schon wissen, was Sache ist. Nach hat keiner überhaupt ’nen Plan.

Zfen: Ist das Ding links unten ein Tiefschutz oder ein String?

Ein String. :D

@Jenny: Ok, das war etwas zu extrem. Aber es sollte erstmal unklar sein, was am Ende „richtig“ und „falsch “ ist. Messergebniss ist erstmal Messergebnis. Und dann werden die Diskutiert. Wenn man beim Messen was falsch gemacht hat, dann müsste man das eigentlich dem Protokoll (das man deswegen parallel dazu führt – so isses eigentlich gedacht) entnehmen können.)

Wenn die erwarteten Ergebnisse (also die richtigen) ohne Diskussion abgehakt werden und nur die falschen lang und breit erklärt werden müssen, dann läuft meiner Meinung nach was schief. Dennes belohnt die Faulheit der Schüler die richtigen Ergebnisse einfach abzuschreiben, damit man endlich gehen kann.

Marc: Aber es sollte erstmal unklar sein, was am Ende “richtig” und “falsch ” ist. Messergebniss ist erstmal Messergebnis. Und dann werden die Diskutiert.

Ja, so wurde das auch gemacht. Sonst wäre das Ganze ja umsonst. Wenn man einen Versuch macht, einem die richtigen Ergebnisse gesagt werden ohne weitere Diskussion, wäre das durchaus sinnlos, keine Frage.

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