5. September 2006

Arschlochtag

Gestern war absolut nicht mein Tag. An solchen Tagen sollte man sich in einen schalldichten Raum einschließen, in dem ein Bett steht, und den ganzen Tag einfach nur schlafen. Da kann man einfach nichts falsch machen.

Bin also gestern Morgen aufgestanden. Und nachdem ich eine E-Mail, einige Kommentare und sonstiges geschrieben hatte, habe ich festgestellt, dass ich a) immer mal irgendwelche Wörter in Sätzen vergessen hatte, b) ich alles so formuliere, dass mich ja keiner verstehen kann und c) ich es für heute lassen sollte.

Dann dachte mir, dass ich kurz in die Stadt fahre, um mir eine neue Jacke für den Winter zu kaufen plus neue Kontaktlinsen und Zubehör. Bin dann gegen zehn Uhr mit dem Bus los.

Ich schlender ganz gemütlich durch die Stadt. Nach einer Weile bemerkte ich, dass mich alle Leute so anstarrten. Also schaute ich ganz automatisch herab, und bemerkte, dass ich meinen Pulli links herum trug. Links herum! (Wie kann man denn das nicht bemerken?) Ich bin daraufhin schnell in das nächste Kleidergeschäft und habe mich dort ‚richtig‘ angezogen.

Als nächstes bin ich in den C&A. Dort habe ich nach meiner Jacke gesucht. Nachdem ich endlich eine Jacke ohne irgendwelchen ‚Puschel‘ dran gefunden hatte, dachte ich mir, probiere ich die mal an. Die Jacke musste man mit einem Stab holen, der vorne eine Art Haken hatte, da sie weit oben hing. Gut, mache ich also, und irgendwie gelingt es mir, drei weitere Jacken mitzuziehen, die dann erstmal alle lustig auf mich draufplumpsten.

Und die Jacke passte dann letzten Endes nicht mal.

Dann bin ich erstmal nach Hause. Frisch fröhlich frech in einen Reisnagel getreten. Mir vorgenommen, endlich (wieder) mal mein Zimmer aufzuräumen. Irgendwann dann bekam ich furchtbare Kopfschmerzen. Gegen zwanzig Uhr bin ich dann schlafen gegangen.

Aber wie das so mit den Arschlochtagen ist, da wird sowieso nicht erfüllt, was Du Dir wünschst. Das heißt, ruhig schlafen war einfach nicht drin. Als ich knapp am Einschlafen war, hat meine Schwester direkt über mir ihre Musik recht laut aufgedreht. Bin dann extra aufgestanden, habe zu ihr hochtelefoniert und gebten, sie möge ihre Musik leise machen. Wieder hingelegt.
Etwas später klopft dann mein Vater an meine Tür. „Was machst Du?“ „Nach was sieht es denn aus?“, grummel ich. „Hm, der PC ist aus – dann kannst Du entweder nur essen oder schlafen. Hm, im Dunkeln kann man nicht essen. Also schläfst Du. Ok. Gute Nacht!“ Hundert Punkte.
Etwas später ging dann der Fernseher laut los. Parallel dazu wieder die Musik meiner Schwester. Ich war nah an einem Nervenzusammenbruch. Habe schließlich wieder gebeten, leise zu machen, und dann ging’s. Ich bin endlich eingeschlafen.

Hm. Und an einem solchen Tag mache ich mich über meinen Vater lustig, dass er aus Versehen die gekaufte Ware an der Kasse eines anderen Kunden einpackt. Ich weiß auch nicht.

Das war einfach nicht mein Tag gestern.


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6 Reaktionen

Das Tröstliche an diesen Tagen ist doch, dass auch diese vorüber gehen und zur Vergangenheit werden und dann kommt ein besserer Tag.
Und ich denke doch mal, dass der heutige dazu zählen wird.

Na, Dein Papa soll sich bloß nicht erwischen lassen. :)

Ich vergesse auch daerund Wörter, wenn ich was schreibe. Jenny wir beide werden primtiv. Irgendwann bekommen wir Fell und werden Verben nicht mehr konjugieren sondern nur noch in der Infinitivform gebrauchen. xD

Das ist wohl wieder nicht mein Tag, der Tag gehört nicht mir, wem gehört dieser Tag? Dir?
Is von den Missfits und scheint ganz gut zu passen :-)

Kann passieren. Mach Dir nichts draus. Heute ist ja schon ein neuer Tag.

Sowas passiert doch jeden Mal, vor paar Tagen hab ich auf Arbeit ständig irgendetwas fallen lassen, gestern habe ich die Mikrowelle in Brand gesetzt und sowieso und überhaupt war ich total verwirrt :D

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