Anspruchsvoll
Das Niveau des Unterrichts haut mich immer wieder um.

***


Wer nach dem Beitragstitel jetzt einen verspäteten Beitrag zum Tod von Michael Jackson erwartet, irrt sich gewaltig, denn es geht um etwas viel Aufregenderes. Etwas, das mein Leben entscheidend verändern wird: Raster Image Processor.
Wer das jetzt noch nie gehört hat, hat was Entscheidendes verpasst, denn das ist nämlich elementar wichtig. Mindestens so wichtig wie die Themen PDF, PostScript und EPS, die wir morgen intus haben müssen. Sagt mir meine Hand. Muss erst mal meine Aufschriebe suchen, ich vermute aber sehr stark, dass ich sie irgendwann mal in einer Schulstunde zu Flugzeugen verarbeitet habe und diese inzwischen in irgendeiner Müllverbrennungsanlage verarbeitet werden. Aber Wikipedia wird mein Freund sein.

Außerdem habe ich heute meinen ersten selbstgefilmten und -geschnittenen Film fertig gestellt. Er wird bombastisch, denn er basiert auf folgendem Storyboard:
Storyboard
Ich wette, unser Drehbuch-Schreiber und Regisseur tux wird irgendwann mal weltberühmt werden und den goldenen Käse verliehen bekommen.

Ach ja, ich möchte am Ende noch erwähnen, dass ich heute meine weltbesten Noten herausbekommen habe, die ich jemals in Wirtschafts- oder Gemeinschaftskunde geschrieben habe. Gemeinschaftskunde eine glatte zwei. Ohooo! Aber jetzt der Burner: Wirtschaftskunde zwei Komma sechs. BOMBE! Ich werde mir die Arbeit einlaminieren lassen, sie meinem Ex-BWL-Lehrer aus dem Wirtschaftsgymnasium unter die Nase halten und nebenbei erwähnen, dass ich nach der Ausbildung Marketing studieren werde, weil ich höchstbegabt bin. Und er wird derjenige sein, der mir aus Ehrfurcht einen Uni-Platz besorgt schließlich ist mein Abi-Schnitt viel zu schlecht um irgendwo reinzukommen.

So, und nun werde ich mich physisch und psychisch auf RIP einstellen. Man kann ja nie früh damit anfangen.

***


Der eine oder andere wird vielleicht bemerkt haben, dass hier etwas anders ist. Das liegt vielleicht daran, dass tatsächlich etwas anders ist. Und um es so anders zu machen habe ich natürlich keine Peinlichkeit ausgelassen und keine Mühen gescheut!

Der Tag, an dem ich abends um halb zehn einen enormen Schub an Kreativität verliehen bekommen habe, war ein Samstag (der letzte), und ich segne das Kaufland, weil es sogar samstags bis zehn offen hat. Ich segne es auch dafür, dass es so groß ist, und keiner der Angestellten gemerkt hat, dass ich davor schon zwei Mal da war. Das erste Mal, um Essen zu kaufen. Das zweite Mal, um Kräuterbutter zu holen, die ich davor vergessen hatte. Ach ja, und jedes Mal wollte ich eigentlich auch noch eine Zahnbürste mitnehmen, die hab ich aber auch nach dem dritten Mal vergessen.

Na ja, jedenfalls bin ich dann gegen halb zehn eben zum dritten Mal Richtung Kaufland geradelt, um einen Zeichenblock und einen Kleber zu kaufen. Und eine Zeitschrift. Wir haben nämlich daheim nur den „Stern“. Und nur irgendwelche Politiker oder den Airbus 330 in den Header zu kleben war jetzt nicht so das, was ich wollte. Nicht mal alte Hefte der „Neon“ hatten wir hier, die hab ich nämlich neulich alle ins Altpapier verbannt. (Ich hab nach längerer Zeit auch herausgefunden, dass die Neon keinen Artikel schreibt, der mir irgendwas Neues erzählt. Ich sollte mir vielleicht auch mal eine Tageszeitung abonnieren, ich bin für Zeitschriften einfach zu überintellektuell!) Was ich sehr schade fand, denn das Bildmaterial der Neon war eigentlich immer gut.
Wollte dann im Kaufland auch eine Neon kaufen, die war aber alle. Um etwas Abwechslung reinzubringen habe ich mich für eine Frauenzeitschrift entschieden (davor war noch eine Wohn-Zeitschrift im Rennen, bis mir einfiel, dass wir noch so einen IKEA-Prospekt auf dem Klo rumliegen haben), was mir auch sehr unangenehm war, aber alles andere war zu teuer. Ich nahm dann so eine kleine Ausgabe für eins achtzig mit. Extra die, wo vorne nicht „69 neue scharfe Sex-Kicks“ draufstand.

Ich stand also mit einem Zeichenblock, auf dem ein lila Dinosaurier abgebildet war, einem Kleber und einer Frauenzeitschrift an der Kasse. Und der Dinosaurier-Zeichenblock war nicht das, was mir am peinlichsten war, wenn ihr versteht.

Viel schlimmer war mein Versuch zu programmieren. Also, nach drei Stunden und drei Zeilen Code habe ich sogar etwas hinbekommen, aber einwandfrei funktioniert das Ganze noch nicht. Deswegen muss auf dieses megatolle Gimmick noch etwas verzichtet werden, kommt aber noch, bestimmt. Ich hoffe nämlich nun auf tux. Ich hab ihm dafür ein Käsebrötchen versprochen. :tux

Und zu guter letzt möchte ich Euch meinen tollen Topflappen nicht vorenthalten, den ich letzten Samstag gehäkelt habe, während ich erst „Der Pianist“ und anschließend „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gesehen habe. Ich musste sehr viel weinen, eigentlich hätte ich eher Taschentücher gebraucht. Den ganzen Beitrag lesen »

***



Orbital – The Box

***


Ja, liebe Freunde der Sonne, kaum zu glauben, aber ich habe mich vor einer Woche bei Twitter angemeldet! Das wird den einen oder anderen verwundert haben, weil ich Twitter im Grunde unglaublich nutzlos finde. Der einzige Grund, weshalb ich Twitter getestet habe, war die Tatsache, dass ich meine Statements in meinen Blog einbinden und somit Micro-Blogging betreiben konnte (links in der Sidebar, falls es einer noch nicht entdeckt hat). Ich habe oft das Bedürfnis, Kleinigkeiten loszuwerden, und das war da genau der richtige Weg.

In diesem Sinne habe ich jetzt also eine Woche Twitter-Erfahrung. Und abgesehen von diesen eingebundenen Statements meinerseits auf meinem Blog finde ich es immer noch scheiße, weil es mir bestätigt hat, dass es immer noch ziemlich nutzlos (für mich) ist. Ich gebe zu, verfolgt man via Twitter vielleicht den Verlauf eines bestimmten Ereignisses, zum Beispiel bei einer Wahl, sind die Aktualisierungen recht informativ. Ansonsten strebt der Informationsgehalt gegen null.

Gut, ich muss zugeben, dass der Informationsgehalt im privaten Bereich generell nicht sehr hoch ist, auch nicht bei dem, was ich von mir gebe.
Ich unterscheide inzwischen aber zwischen zwei Arten von Twitteren. Erstens die, die echt jeden Tag twittern, dass sie jetzt zur Arbeit gehen, jetzt ein Brötchen essen, gleich Zähne putzen werden – quasi Tag für Tag das Gleiche machen und das, was wir alle auch tun. Da gibt es alle fünfzehn Minuten ein Update, ganz großes Kino also.
Und es gibt die andere Gruppe, die gewitzt (oder sagen wir: gewitzter) twittert über Dinge, die wir selber genau so in unserem Alltag erleben und uns einfach zum Schmunzeln bringen. Oder Dinge, die wir eben so gar nicht kennen. Leider aber besteht die größere Twitter-Gemeinde aus der Alltag-Twitter-Gruppe.

Ich habe es inzwischen vernachlässigt, alles tagtäglich zu lesen1, weil es teilweise viel zu viel ist und eben auch viel Uninteressantes ohne Lach-Faktor. Ich möchte aber auch anmerken, dass da meine Ansprüche viel zu hoch sind, schließlich ist Twitter ja quasi dazu gemacht „Bullshit von sich geben“, das wusste ich eigentlich auch von vorneherein. Aber jetzt kann ich ja aus Erfahrung sprechen.

Fazit: Eine nette Erweiterung für den Blog. Mehr aber auch nicht. In diesem Sinne: Ich geh jetzt frühstücken.


  1. Ich frag mich, wie Leute das organisieren, die 657 Leute followen. Aber ich bin einfach zu ungeübt, glaube ich! Organisation war eben noch nie meine Stärke.

***